Bürgerstiftung Barnim Uckermark

Freiwillig

 

 

Freiwilligenarbeit IN Prenzlau

Prenzlau blüht auf

 

Das Projektbüro wird immer häufiger zur Anlaufstelle für Menschen mit Ideen und Tatkraft. Genau dieses Ziel verfolgt Katja Neels, Stiftungskoordinatorin in Prenzlau: „Wenn Menschen sich selbstbestimmt engagieren, sich vernetzen und gegenseitig Mut machen, dann stärkt das die demokratische Zivilgesellschaft.“ 2016 gelang es, das Netzwerk für die Unterstützung von Geflüchteten enger zu knüpfen. Eine Sprachhelfergruppe bietet Dolmetscherdienste in mehr als 15 Sprachen für Behördengänge oder Elterngespräche an Schulen. Es zeigt sich, dass die Förderprojekte der Stiftung neben akuter Problemlösung auch nachhaltig positive Entwicklungen bewirken.

 

Weiterhin gab es Vorbereitungen für eine Kooperation mit der Stadt Prenzlau beim Projekt „Prenzlauer Agenda-Diplom“ 2017. Hier bieten Unternehmen aus Prenzlau, Schwedt und der Region Ferienaktionen für Kinder an, die sie ehrenamtlich begleiten. Die Bürgerstiftung wird als Kooperationspartner neue Angebote für Kinder aus Stadtteilen mit einem besonderen Entwicklungsbedarf auf den Weg bringen, Themen des Umwelt- und Naturschutzes sollen stärker Beachtung finden.

 

Unterstützt durch das UPJ-Netzwerk werden kreative Angebote für das Enagement von Unternehmen in ihrem sozialen Umfeld entwickelt. Hierbei geht es auch um neue Formate, in denen potentielle Arbeitgeber und Ausbildungssuchende miteinander in Kontakt treten können.

 

Mittelfristig sollen die Aktivitäten des Stiftungsbüros Prenzlau in den Aufbau einer Freiwilligenagentur Prenzlau münden, die das bürgerschaftliche Engagement in Prenzlau und Umgebung insgesamt fördert.

 

 

 

Projektbüro Prenzlau am Start + Gemeinsame Sache an Schulen in Prenzlau + Prenzlau Clipping
Kooperation mit geflüchteten Familien  – Stärkung von Kindern und Jugendlichen –  Aufbau von Freiwilligenarbeit und Netzwerk für Geflüchtete

 

Freiwilligenarbeit und Netzwerk

Mit dem Start des Prenzlauer Projektbüros konnten wir in der Stadt die Freiwilligenarbeit und das haupt- und ehrenamtliche Netzwerk für Geflüchtete auf feste Beine stellen. Wir sind Kontaktstelle für Patenschaften, koordinieren die lokale Freiwilligeninitiative, sind Ansprechpartner für Engagement von und für Geflüchtete, schaffen Begegnungsräume.

Aus dem Engagement für wird zunehmend ein Engagement von Geflüchteten. Längst ist es selbstverständlich geworden, dass eine 20-köpfige ehrenamtliche Sprachhelfergruppe selbstorganisiert Dolmetscherdienste in mehr als 15 Sprachen anbietet, Behördengänge begleitet und bei Elterngesprächen in Schulen hilft.

Inklusion in Schule

Sprachbarrieren sind eine der größten Hürden, die den Kontakt zwischen Schule und Elternhaus zu einer echten Herausforderung macht - für beide Seiten. Sollen die Kinder der geflüchteten Familien jedoch auch regelmäßig pünktlich zum Unterricht kommen, benötigtes Schulmaterial dabei haben und sinnvolle erfolgreiche Bildungswege einschlagen, ist die Zusammenarbeit mit den Eltern und das Verstehen hier existierender Strukturen und Anforderungen enorm wichtig und erleichtert auch den Lehrerkräften die Arbeit. Hier versuchen wir mit dem Familiencafé in der Grund- und Oberschule C. F. Grabow eine Brücke zu bauen und für Eltern eine Anlaufstelle in schulischen Fragen zu sein.

Was beschäftigt eigentlich Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung? Welche Belastung bedeutet Strukturverlust durch Flucht, Heimatlosigkeit und Verunsicherung? Die Schicksale und Erfahrungen sind so unterschiedlich wie auch die Reaktionen darauf, aber was für alle gilt - sie brauchen einen „sicheren Ort“ und das kann Schule bieten. In unserem Kunstprojekt „my space“ setzten sich Jugendliche einer Willkommensklasse mit ihrem individuellen sicheren Ort auseinander.

 

Filmprojekt Prenzlau Clipping

In unserem Filmprojekt „Prenzlau Clipping“ ermutigten wir geflüchtete Menschen, uns ihr neues Leben in Prenzlau zu zeigen, über ihre Sorgen, Ängste, Wünsche und Hoffnungen zu berichten. Verwendet wurden einfache Mittel wie Handykameras. Die Protagonisten waren an der Fertigstellung und am Zusammenschnitt der einzelnen Clips selbst beteiligt. Die Filmrolle zeigt exemplarisch die Realität aus der Perspektive der Zugewanderten, den schweren Weg vom Willkommen zum Ankommen, tägliche Herausforderungen und Lichtblicke im Dialog miteinander, das Engagement von Wegbegleiter*innen.

Prenzlau Clipping wurde gefördert vom Brandenburger Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur und vom LAP Landkreis Uckermark aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums.